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Neue Klimaschutzziele: Verkehrsziel 2030 deutlich ambitionierter

Am 12. Mai 2021 verabschiedete die Bundesregierung das neue Klimaschutzgesetz und zeigt in diesem einen, gegenüber der ursprünglichen Fassung, ambitionierteren Pfad zur Klimaneutralität auf. Die Gesetzesverabschiedung war eine Reaktion auf eine Verfassungsbeschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht. Der Gesetzgeber musste daher nun die Minderungsziele bis zum Übergang zur Klimaneutralität 2045 deutlich näher bestimmen.

Um die Klimaneutralität zu erreichen, wurden auch die einzelnen Sektoren mit zulässigen Jahresemissionsmengen belegt. Besonders betroffen ist der Verkehrssektor, welcher seit Jahrzehnten zwar in Teilbereichen beachtliche, insgesamt aber keine nennenswerten Treibhausgaseinsparungen erbracht hat. Beispielsweise müssten bis 2030 zusätzliche umfangreiche Klimaschutzmaßnahmen ergriffen werden, da eine reine Elektrifizierung des Pkw-Bestandes nicht ausreichend sein wird um die Vorgabe von maximal 85 Mio. t CO2 im Jahr 2030 einzuhalten:

Die Grafik zeigt eindrücklich, dass die Pkw-Elektrifizierung ein sehr wichtiger Faktor zur Erreichung der Klimaziele sein wird, aber bei weitem nicht ausreicht. Eine große Anzahl an Expertinnen und Experten ist sich daher einig, dass weitere technologische Optionen wie synthetische Kraftstoffe sowie verkehrsvermeidende und verlagernde Optionen Hand in Hand vorangetrieben und intensiviert werden müssen.

Der Verkehr muss sich also mit Blick auf das Klimaschutzgesetz zwingend wandeln. Kleine Anfänge können bereits tagtäglich im Verkehr beobachtet werden. Elektrofahrzeuge und Ladesäulen werden im Straßenbild immer sichtbarer, auch Elektrobusse kommen mehr und mehr zum Einsatz. Ebenso entstehen immer mehr Radwege und die Zahl der neuen innovativen Mobilitätsangebote (Sharing, E-Roller. MaaS...) steigt rasant. Doch damit die Klimaschutzziele im Verkehrssektor erreicht werden können müssen sich diese Entwicklungen in Zukunft durchsetzen und etablieren.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Deutsche Energie-Agentur GmbH

Rechtlicher Hinweis

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) informiert im Umfang dieser Informationsplattform zur Verkehrs- und Mobilitätswende. Darüber hinaus erhalten Hersteller und Händler Informationen zur Umsetzung der novellierten Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (Pkw-EnVKV). Die Ausführungen in diesem Informationsportal sind mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und anderen Fachakteuren abgestimmt und geben ihre gemeinsame Auffassung wieder. Dabei handelt es sich um allgemeine Hinweise, die nicht rechtsverbindlich sind. Für konkrete Fragen ist ggf. eine Rechtsberatung einzuholen. Die dena übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der mittels des Online-Tools zur Erstellung eines Pkw-Labels berechneten Ergebnisse. Entscheidend sind u. a. die Herstellerangaben.