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Staatliche Förderung für Plug-In-Hybride soll Ende 2022 auslaufen

Die Förderung für Plug-In-Hybride soll nun bis Ende 2022 und damit früher als geplant auslaufen. Bisher wurden die Fahrzeuge mit insgesamt fast 7.000 Euro von Staat und Herstellern bezuschusst. Die Förderung von Plug-In-Hybridfahrzeugen stand jedoch bereits seit langem in der Kritik, da der gewünschte Effekt der CO2 -Einsparung häufig nicht erfüllt wird.

Deutscher Bundestag

Foto: Getty Images/Westend61

Ursprünglich war im Koalitionsvertrag entschieden worden, die Förderung für Plug-In-Hybride zu reformieren und schrittweise herunterzufahren. Demnach war geplant, die Förderung für elektrische Fahrzeuge und Plug-In-Hybride grundsätzlich so zu reformieren, dass sie ab 1. Januar 2023 nur noch Fahrzeuge bezuschusst, die nachweislich einen positiven Klimaschutzeffekt durch eine elektrische Mindestreichweite haben. Eine Förderung von Plug-In-Hybridfahrzeugen in Abhängigkeit von der elektrischen Fahrleistung sei laut Wirtschaftsministerium nur mit „unverhältnismäßig hohem Aufwand“ möglich. Daher plane man alternativ das Auslaufen dieser Förderung, so dass ab 2023 keine Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge mehr gefördert werden sollen.

Plug-In-Hybride können elektrisch, aber auch über den Verbrennungsmotor betrieben werden, da sie über beide Techniken verfügen. Da viele Besitzerinnen und Besitzer dieser Fahrzeuge jedoch vorwiegend den Verbrennungsmotor in diesen Fahrzeugen nutzen, wird die Umweltfreundlichkeit dieser Fahrzeuge in Frage gestellt.

Entscheidung zur Förderung noch nicht gefallen

Umweltverbände befürworten den vorliegenden Entwurf, mehrere Autoverbände und die FDP sehen diesen Vorschlag jedoch sehr kritisch, da sie die deutsche Automobilindustrie zu sehr belasten würde. Die Autoindustrie sieht im Wegfall der Förderung die Gefahr eines Einbruchs im Absatz. Seit der Förderung ist die Nachfrage rasant angestiegen und hat sich im Jahr 2021 zum Vorjahr verdoppelt. Bisher ist jedoch die Entscheidung der Koalition noch nicht gefallen.

Förderung für reine E-Fahrzeuge wird stufenweise heruntergesetzt

Darüber hinaus sind auch Änderungen der Förderbedingungen für die rein elektrisch betriebenen Fahrzeuge geplant. So lag die bisherige staatliche Förderung bei 9.000 Euro pro Fahrzeug, 6.000 von staatlicher und 3.000 von Hersteller-Seite. Ab 2023 soll die Förderung schrittweise gesenkt werden, dies war auch bereits im Koalitionsvertrag so geplant. Der Bundesanteil soll demnach 2023 noch 4.000 Euro betragen, 2024 und 2025 sollen es noch 3.000 Euro sein. Die Industrie selbst hebt diesen Förderbetrag nochmals um 50% an. Dies entspräche für das Jahr 2023 einen Kaufbonus von insgesamt 6.000 Euro und 2024 und 2025 noch 4.500 Euro. Die Förderung soll weiterhin ans Zulassungsdatum gebunden sein und nicht an das Bestelldatum.

Deutsche Energie-Agentur GmbH

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