Fahrraddemonstration

Im vierten Teil lässt uns Vincent an seiner eigenen Einschätzung von Mobilität, Verkehrswende und der zukünftigen Gestaltung von Stadtraum teilhaben.

Mobilität liegt mir nicht nur ganz persönlich am Herzen, sondern ich widme mich auch bei meiner Arbeit diesem Thema. Es gibt ein paar Dinge, die mir auf Anhieb einfallen, die ich mir für die Mobilität von morgen wünsche. Ich bin der Meinung, dass der Verkehrsraum in den Städten für alle Menschen da sein sollte. Es sollte in den Innenstädten deutlich mehr Platz für die Menschen geben und zumindest keine privaten Autos mehr.  Ein attraktiver ÖPNV und gute und sichere Fahrradwege sollten für die Planung im Mobilitätsbereich immer der Standard sein. Es ist auch kein Geheimnis, dass Städte die Energiefresser schlecht hin sind und wir als Gesellschaft tätig werden müssen, um diese Entwicklung in die richtige Richtung zu lenken. Mich nervt es, dass die Autos auf unseren Straßen heutzutage immer größer werden und noch mehr des wertvollen Platzes in der Stadt einnehmen. Die jährlichen Unfallzahlen stimmen mich auf jeden Fall bedenklich und ich wünsche mir, dass z.B. die Projekte zum Ausbau der Fahrradinfrastruktur schnell umgesetzt werden. So können aktiv Menschenleben im Verkehr geschützt werden und das Fahrradfahren wird noch attraktiver.

Es gibt aber auch Trends in der Mobilität, die mich begeistern. E-Autos werden immer populärer und man hat das Gefühl, dass die Förderungen ihre Wirkung zeigen. Und neben batteriebetriebenen Autos kommen synthetische Kraftstoffe auch immer mehr ins Gespräch. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass ein Umrüsten der Antriebe nicht das Allheilmittel ist, um die Klimaziele zu erreichen. Städte müssen, meiner Meinung nach, anders gedacht werden und zu lebensfreundlicheren Orten gemacht werden. Deswegen finde ich es nicht nur spannend, sondern auch grundlegend, dass Mobilität und Stadtplanung gemeinsam gedacht werden. In gut durchdachten Stadtquartieren und Vierteln sinkt der Mobilitätsbedarf automatisch, weil Bedürfnisse des alltäglichen Bedarfs in unmittelbarer Nähe gestillt werden können.

Mich holen die neuen Möglichkeiten der Nutzung von Mobilitätsträgern besonders ab. In Berlin hat man eine ungeheur große Auswahl an verschiedenen Sharingmodellen. Wenn ich also mal nicht mein eigenes Fahrrad nutze, dann fahre ich mit dem gut ausgebauten ÖPNV und leihe mir im Anschluss noch ein Fahrrad um zu meinem Bestimmungsort zu kommen. Im Fachjargon nennt man das intermodale Mobilität. Diese Art und Weise der Fortbewegung bringt sehr viel Flexibilität rein und lässt mich mein Auto wenig vermissen. Für einen wirklichen Wandel wäre so ein Angebot fernab der Innenstädte sehr wünschenswert.

Ich wünsche mir, dass es vor allem in Städten, wo man einen guten ÖPNV ermöglichen kann (im Gegensatz zu ländlichen Regionen), deutlich weniger Autos gibt. Die Straßen sind voll mit parkenden Autos, die gar nicht benutzt werden und fahrenden Autos, die unsere Luft verpesten. Diese Parkflächen könnte man nutzen, um die Aufenthaltsqualität für die Anwohnenden z. B. mit Urban Gardening Projekten zu verbessern. Mit weniger Autos stünde eine Fahrspur mehr zur Verfügung für ÖPNV oder Fahrräder. Der ÖPNV muss bis dahin deutlich attraktiver werden, vor allem für jene, die derzeit weder bereit sind ihn zu nutzen noch auf ein eigenes Auto zu verzichten. Mehr Leih-Stationen für Lastenräder würden den Bedarf an Autos auch senken.

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